Sonntag, 10. Januar 2010

Hand in Hand

Handgemacht. Klingt nicht so kompliziert dieses Wort. Der Inhalt leicht zu begreifen: Etwas wird mit der Hand hergestellt, gefertigt.


Ich habe mich dazu entschieden, mein Label so zu nennen: „Händisch“.


Hier die Erklärung des Duden:

hạ̈n|disch ‹Adj.› (südd., österr. ugs.): mit der Hand; manuell: eine Arbeit h. ausführen; (EDV Jargon:) eine Korrektur h. ausführen.


Da wo ich herkomme (die Grammatik verrät die Hessin…) ein unbekanntes Wort. Am Anfang dachte ich, jemand hat sich ein „Denglisch“-Wort ausgedacht. Aber weit gefehlt. Also schlich es sich ein, das Wort, in meinen Sprachgebrauch. Zu der Zeit habe ich als Designerin in der Industrie gearbeitet. Da stand das Wort immer für etwas was mal schnell, so nebenher erledigt wird. Mhm.

In Wirklichkeit begreife ich unter diesem Wort etwas anderes: „Handarbeit“ ist für mich eine Symbiose aus Erfahrung und Wissen. Das Wissen wird über meinen Kopf gesteuert und beinhaltet rationale Arbeitsanweisungen. Aber die Erfahrung, die steckt im Gefühl und sagt mir, ob etwas, das ich gestalte und/oder herstelle „richtig“ ist oder nicht. Ich glaube auch, dass in diesem „Erfahren sein“ beides steckt: ein körperliches „Erinnern“ sowie ein seelisches Empfinden.

Vielleicht ist es das, dieses „Sich-mit-etwas-beschäftigen“, die Notwendigkeit sich selbst mit seinem Gefühl in den (Herstellungs-)Prozess einfließen zu lassen, was uns glauben lässt, dass im Handgearbeiteten ein Stück unserer Seele steckt.

Vielleicht stimmt das ja auch.

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